Wintergarten - Planung

tmb_gartentipps_wintergarten_planungGartentipps: Ein Wintergarten steht bei vielen Hausbesitzern an erster Stelle ihrer Wunschliste. Ein erfüllbarer Traum, denn das Angebot attraktiver Glasanbauten reicht vom schlichten "vergrößerten Blumenfenster" bis zum riesigen, gläsernen Garten. Die von den Herstellern praktizierte Modulbauweise mit vorgefertigten Elementen, die jede gewünschte Größe und Farbe sowie unterschiedliche Formen ermöglicht, bietet für nahezu jede Bausituation eine Lösung. Teurer als normierte Glasanbauten oder Standart-Wintergärten sind individuelle Planungen, allerdings erfordern Diese in jedem Fall einen Architekten, können dadurch jedoch in Stil und Größe perfekt an die Bausubstanz angepasst werden. Auch um den Licht- und Sonnenschutz in solch individuell geplanten Wintergärten, mit meist nicht standardisierter Verglasung müssen Sie sich nicht sorgen. MassJalousien bekommen Sie im Internet angeboten. Hier erhalten Sie Jalousien nach Maß gefertigt aus hochwertigen, stabilen Materialien und mit großer Farbauswahl.

Welches Material für den Wintergarten?

Als Konstruktionsmaterial für den Fertig-Wintergarten hat sich Aluminium durchgesetzt. Die Leichtmetalllegierung erfordert in der Herstellung einen beträchtlichen Energieaufwand, bietet aber mit hoher Stabilität bei geringem Gewicht enorme Vorteile. Größere Wintergärten erfordern zusätzlich eine tragende Unterkonstruktion aus Stahl oder Holz. Seltener sind Wintergärten mit einer Konstruktion aus kunststoffummanteltem Stahl ausgeführt. Holz als Baumaterial schafft eine besondere Atmosphäre. Aus statischen Gründen sind dicke Balken erforderlich, die den Lichteinfall beeinträchtigen können. Günstiger ist die Kombination einer tragenden Holzkonstruktion mit Aluprofilen für die Fensterflächen. Auch die Kombination einer Tragkonstruktion aus Stahl mit Alu-Fensterprofilen ist möglich.
Holz ist ein schlechter Wärmeleiter und weist daher einen guten Isolierwert auf. Beim Aluminium wird eine wirksame Isolierung durch "thermische Trennung" erreicht, das heißt, dass die Aluprofile keine Kältebrücken aufweisen und zusätzlich mit dämmendem Material ausgeschäumt sind. Für einen Wintergarten mit Wohnraumtemperatur ist hohe Wärmedämmung unbedingt Voraussetzung, um die Heizkosten niedrig zu halten.

Welche Verglasung für den Wintergarten?

Auch die Verglasung spielt eine wichtige Rolle beim Energieverbrauch. Einfachglas kommt nur für ungeheizte Wintergärten in Betracht; die Pflanzenauswahl ist hier auf heimische, frostharte Arten beschränkt. Für den schwach geheizten, frostfrei gehaltenen Wintergarten mit Kalthauspflanzen ist Doppelverglasung unbedingt empfehlenswert. Wintergärten, die sich nicht vom Wohnbereich abtrennen lassen und dementsprechend auch in der kalten Jahreszeit Wohnraumtemperaturen aufweisen, sollten möglichst mit speziellem Isolierglas ausgestattet sein, dass mit einer Folienbeschichtung höchsten Kälteschutz bietet.

Mit einem Wintergarten Energie sparen?

Grundsätzlich besteht sogar die Möglichkeit, mit einem schwach beheizten Wintergarten übers Jahr weniger Heizenergie zu verbrauchen als ohne Glasanbau. Das setzt allerdings entsprechende Planung voraus: vollsonnige Lage an der Südseite, eine Trennwand zum Wohnhaus und eine Mindestgröße von 30 Quadratmetern. Außerdem muss das Dach möglichst steil geneigt sein. Dadurch kann die tiefstehende Wintersonne ungehindert eindringen, während die Lichtstrahlen bei hochstehender Sommersonne teilweise reflektiert werden. In kalten Winternächten ist zwar zusätzliches Heizen nötig, aber dafür kann in der Übergangszeit und sogar an sonnigen Wintertagen die unter dem Glasdach eingefangene Sonnenwärme über Türöffnungen und Luftschächte ins Wohnhaus geleitet werden. Die dabei eingesparte Energie ist höher als die fürs nächtliche Heizen, so dass sich übers Jahr eine positive Energiebilanz ergibt.

Was sagt die Baubehörde?

Die Fundamente müssen frostfrei gegründet werden, also mindestens 80cm tief; außen wärmegedämmt und feucht geschützt. Für den Fußboden werden überwiegend Stein- oder Keramikplatten gewählt. Eine Fußbodenheizung ist wenig sinnvoll, da sie auf die raschen Temperaturänderungen bei wechselhaftem Wetter zu träge reagiert. Besser geeignet sind Heizkörper mit Thermostat-Ventilen. Der Anschluss an den bestehenden Heizkessel ist fast immer möglich. Ein Wintergarten für Wohnzwecke gilt als Anbau und ist daher genehmigungspflichtig. Weniger streng sind die Vorschriften für Glasanbauten, die allein der Unterbringung von Pflanzen dienen. Hier besteht gewöhnlich nur Anzeigepflicht bei der Baubehörde.

Text: gartentipps24.de
Bild: Erika Hartmann / pixelio.de