Garten Pflanzen

Den Gartenteich naturnahe bepflanzen

tmb_garten_pflanzen_den_gartenteich_bepflanzenPflanzen / Garten Pflanzen: Es gibt kaum ein Gartenbiotop, das auf so kleiner Fläche so viele verschiedene Standortbedingungen aufweist wie ein naturnah angelegter Teich. Das bedeutet, dass die Pflanzen-Auswahl wohlüberlegt sein will. Und denken Sie daran: Ein naturnaher Gartenteich wird erst schön durch eine gelungene, naturnahe Bepflanzung.

Manche Pflanzen halten das Wasser algenfrei

Zunächst sollten dabei jene Pflanzen-Arten berücksichtigt werden, die für die Wasserqualität notwendig sind. Dazu gehören die Unterwasserpflanzen, wie Nadelkraut und Tausendblatt, die viele Nährstoffe verbrauchen und somit zur Klärung des Teichs und zur Eindämmung des Algen-Wachstums beitragen. Zudem reichern sie das Wasser mit Sauerstoff an. Schwimmblattpflanzen, zum Beispiel Wasserähre und Schwimmfarn wirken ebenfalls gegen Algen, da sie den Teich mit ihren Blättern beschatten.

Achten Sie auf die Bedürfnisse der Wasserpflanzen

Alle anderen Pflanzen können dann unter dem dekorativen Aspekt gewählt werden. Planen Sie von der künftigen Schokoladenseite Ihres Teiches aus. Das ist die Stelle, von wo Sie ihn später meist betrachten werden: die Terrasse oder eine Bank. Die Sicht auf die Wasserfläche muss frei bleiben. Daher gehören niedrige Pflanzen in den Vordergrund, mittlere und höhere Arten an die Seiten und in den Hintergrund. Wie bei Blumenbeeten sind Blütenfarbe und Blütezeit, Blattformen und -farben sowie die Licht- und Schattenverhältnisse mit in die Planung einzubeziehen. Einheimische Pflanzenarten sind zu bevorzugen: Sie gedeihen leichter und sind überraschend vielseitig. Selbst wenn der Gartenteich Ihnen am Anfang kahl vorkommen sollte: Pflanzen Sie nicht zu viel! Die Menge kann sich im Lauf von drei Jahren verzehnfachen.

Das Besondere des Teichs als Pflanzenstandort ist, dass unterschiedliche Wassertiefen zu berücksichtigen sind. Der Übersichtlichkeit halber teilt man diese in fünf Zonen. Ausgehend von der Mitte des Teichs sind dies die Seerosen-Zone (40-120cm) und die Flachwasser-Zone (10-40cm). Dann kommen die Sumpf-Zone, die stets mit Wasser gesättigt ist, die Feucht-Zone, die den Übergang zum normalen Gartenboden darstellt, und schließlich das Trockene Ufer. Jede Pflanzenart ist an eine dieser Zonen angepasst.

Eine kleine Pflanzen-Auswahl für jede Zone

Seerosenzone: Die Wasserfeder fühlt sich an den flacheren Stellen der Seerosenzone wohl. Für tiefere Stellen eignen sich Seerosen, Krebsschere und Wassernuss.
Flachwasserzone: Die Schwanenblume ist anspruchslos, aber recht stark-wüchsig. Sie steht gern zusammen mit Sumpfschwertlilie, Pfeilkraut, Pfennigkraut, Tannenwedel und Froschlöffel.
Sumpfzone: Dort, wo der Wasserspiegel um zehn Zentimeter schwankt, kann die Sibirische Iris gepflanzt werden. Gute Nachbarn sind Minze-Arten, Sumpfdotterblume, Gauklerblume, Gräser und Binsen.
Feuchtzone: Der Übergang vom immerfeuchten Sumpfbereich zum normalen Gartenboden bietet Lebensraum für die Trollblume. Ebenso ist es bei Sumpfstorchschnabel, Blutweiderich, Kerzenehrenpreis, Jakobsleiter und Sumpf-Vergissmeinnicht.

Was Sie beim Kauf der Wasserpflanzen beachten sollten

Kaufen Sie Wasserpflanzen nur in guten Stauden-Gärtnereien. So können Sie sicher sein, dass die Pflanzen nicht der Natur entnommen wurden, denn viele Arten sind geschützt. Suchen Sie nur gut entwickelte Wasserpflanzen aus, die frischen, kräftigen Zuwachs zeigen und gesunde Blätter haben. Sie und ihre Gefäße sollten frei sein von Algen, Wasserlinsen und Schnecken oder ihren Eiern.

Text: gartentipps24.de
Bild: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

 
 

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