Garten im Herbst

Astern bieten Blüten für alle Garten-Bereiche

tmb_gartenjahr_garten_im_herbst_asternGarten / Garten im Herbst: Die Aster ist für viele Garten-Besitzer Nummer eins im Staudenbeet und genau deshalb wurde sie auch zur Staude des Jahres 2002 gewählt. Rund 600 Arten umfasst die Gattung der Astern. 15 bis 20 davon sind in gärtnerischer Kultur. Ihre Konkurrenten hat das Blühtalent in den Schatten gestellt, denn als wahre Verwandlungskünstler bieten Astern jede Menge Sorten für fast alle Bereiche im Garten an, vom zierlichen Steingarten-Kleinod bis zur mannshohen Prachtstaude.

Ihren großen Auftritt haben Astern im Spätsommer bis weit in den Herbst hinein

Astern blühen durch geschicktes Kombinieren einzelner Sorten eine ganze Garten-Saison lang. Einige blühen bereits im Mai, andere im Spätherbst, wenn sich viele Garten-Stauden längst verabschiedet haben.

Frühlings – Astern begrüßen das Gartenjahr ab Mai: Alpen-Astern (Aster alpinus) wie z.B. `Dunkle Schönheit` werden nur 30cm hoch und sind beliebte Nektar-Pflanzen für Bienen und Schmetterlinge. Aster tongolensis blüht im späten Frühjahr: Die 50cm hohen Blüten zeigen sich in allen Violett-Nuancen. Passende Begleiter sind Schleierkraut und Frauenmantel.

Sommer – Astern wie Berg-Astern (Aster amellus) wie z.B. `King George` (fliederfarbend) blühen ab Juli den ganzen Sommer lang. Mit einer Höhe von 60cm sind sie ideale Beetpflanzen. Passende Partner für sonnige Rabatten sind Mädchenauge, Prachtscharte oder Schafgarbe. Auch die gelbe Goldhaar-Aster (Aster linosyris) und Sorten von Aster x frikartii blühen im Sommer.

Herbst – Astern wie die kleinen Kissen-Astern (Aster dumosus) z.B. `Kassel` (rot-dunkelpink) sind wegen ihrer späten Blüte beliebt. Die Myrten-Aster (Aster ericoides) blüht bis November und wenn die Bedingungen ihr zusagen sogar bis zum ersten Frost. Zu den 150cm hohen Raublatt-Astern (Aster novae-angliae) und Glattblatt-Astern (Aster novibelgii) gesellen sich gern Fetthenne, Eisenhut und Chrysanthemen.

Winter - Astern, auch unter dem Namen Herbst-Chrysanthemen (Dendranthema-Hybriden), Wucherblume oder Goldblume bekannt, schmücken den Garten in Gelb, Orange, Rot, Rosa und Weiß bis in den November hinein.

Standort, Pflege und Schneiden der Astern

Die meisten Astern lieben die Sonne und fühlen sich auf lockerem, nährstoffreichem Garten-Boden am wohlsten. Die Wild-Astern (Aster divaricatus, Aster macrophyllus) sind jedoch auch für schattige Plätze geeignet. Die beste Pflanzzeit für Sommer- und Herbst – Astern ist das Frühjahr, nach der Blüte werden sie ebenerdig zurückgeschnitten. Frühjahrs – Astern sollten im Herbst gepflanzt werden.

Neue Blühkraft gewinnen die Blühstars, wenn man sie nach zwei bis drei Jahren teilt. Die Teilung erfolgt nach der Blüte, was bei den Frühlings – Astern in die Sommermonate fällt. So bleiben die Pflanzen vital, blühfreudig und vergreisen nicht. Dazu nimmt man die Horste heraus und teilt sie mit Hilfe eines Messers vorsichtig in mehrere Teilstücke. Jedes Teilstück sollte 1 bis 2 gesunde, junge Blattbüschel haben. Diese werden von alten Blättern gesäubert. Verletzte Wurzeln schneidet man nach. Dann setzt man die kräftigsten wieder in die Erde oder in Töpfe für die Weiterkultur und spätere Verwendung im Garten. Die Erde immer gut feucht halten, damit die durch den Wurzelverluste geschwächten Pflanzen nicht in der Sommerhitze darben.

Bei später blühenden Astern der beiden anderen Gruppen empfiehlt sich eine Teilung im Frühjahr. Würde man sie nach der Blüte teilen, die bis weit in den Herbst hinein andauern kann, wäre die Zeit zum Anwachsen bis zum Kälteeinbruch zu kurz.

Einige ganz besonders schöne Astern

  • Wegen ihrer langen Blütezeit von Juli bis September ist die lavendelblaue Sommer – Aster (Aster x frikartii) `Mönch` sowohl bei uns als auch bei Schmetterlingen Favorit. 70cm hohe Blütenteppiche sind für sie keine Ausnahme. Gleich hohe Begleiter wie orange Chrysanthemen und Ringelblumen sorgen für spannende Farbkontraste.
  • Durch ihre gelben, kugelförmigen Blüten zieht die Goldhaar-Aster (Aster linosyris) im Sommer alle Blicke auf sich. Sie schmückt unsere spätsommerlichen Beete ab August und liebt sonnige Plätze und einen trockenen Boden.
  • Die Kissen-Aster (Aster dumosus) `Lady in Blue` taucht herbstliche Staudenrabatten in tiefes Blau. Bis in den Oktober hinein blüht sie mit einer 30cm Wuchshöhe und ist für sonnige Steingärten, Einfassungen und Terrassenbeete besonders geeignet.
  • - Die Feinstrahlaster (Erigeron) - Ihre Blüte, von Juni bis August in hellblau, karmin, lila, rosa, rot, (schwarz-) violett und weiß ähnelt den Astern, doch haben die Blüten viel schmalere, strahlenförmige Blättchen. Sie bevorzugt volle Sonne oder lichten Schatten und ist für jeden normalen humosen Gartenboden geeignet. Sie hasst Staunässe und möchte nach der Blüte sofort zurückgeschnitten und gedüngt (Kompost oder anderer Dünger) werden (also im August). Man schneidet dazu die verblühten Triebe bis auf einige Zentimeter über dem Erdboden zurück Dadurch blüht sie meistens ein zweites mal von September bis Oktober. Wird sie erst im Spätsommer geschnitten, wirkt sich die Verzögerung aus, indem sie vor dem Frost keine Zeit mehr hat zu blühen. Gepflanzt wird sie am besten im Frühjahr mit einem Abstand von 30cm. Mit etwas Kompost erreicht sie dann eine Höhe von 30-80 cm. Sie wirkt besonders gut in Gruppen oder als Beetbegrenzung zusammen mit Chrysantheme, Edelgarbe, Phlox, Etagenerika oder Mädchenauge. Im Winter möchte sie mit Reisig oder Kompost abdeckt werden. Eine Vermehrung ist durch Aussaat oder Teilung möglich, welche nach etwa 5 Jahren Standzeit auf jeden Fall fällig ist. Dabei die Wurzeln etwas zurückschneiden und neu anderenorts wieder einpflanzen.

Einjährige Astern ....

Mit riesigen Blütentellern begeistert eine Gruppe, die ursprünglich ebenfalls zu den Astern zählte: die einjährigen Sommer-Astern (Callistephus). Sie erfreuen uns mit einem leuchtendem Blütenflor ab Juni bis zum Frost. Viele von ihnen erreichen eine Höhe von 45 bis 90cm, während die Zwergsorten mit 20 bis 25cm schön kompakt bleiben und sich für Balkon- und Terrassenbepflanzung eignen. Relativ neu ist die Sorte `Starlight`, die zahlreiche gut gefüllte, feinstrahlige Blüten mit bis zu 10cm Durchmesser entwickelt. Eine weitere Zwergsommeraster ist z.B. auch die `Chrestella Erfurter Zwergaster`. Sie blüht bereits ab Juli.

Astern aus Samen selber ziehen

Zwerg – Sommerastern kann man aus Samen selbst heranziehen. Zwischen März und April bringt man sie bei 10 bis 15°C innerhalb von 7 bis 14 Tagen zum Keimen. Die vergleichsweise niedrigen Temperaturen verlangsamen den Keimprozess zwar etwas, kräftigen dafür aber die Sämlinge. Da Astern im allgemeinen anfällig für Pilzkrankheiten sind, sollte man nur frische Aussaaterde verwenden. Bis zum Saisonstart fühlen sie sich im Frühbeet oder Kleingewächshaus besonders wohl, da es hier hell ist. Nach den Eisheiligen werden sie in Töpfe oder ins sonnige Blumenbeet gepflanzt.

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