| Terrakotta winterfest machen |
Gartenjahr / Garten im Winter: Terrakotta ist beliebter denn je. Bildschöne Kübel, Töpfe und Tröge betören überall die Pflanzen-Fans. Die Ernüchterung kommt mit der kalten Jahreszeit, wenn Frost den Ton zermürben will. Hier entscheidet die Ton-Qualität, ob die Schönheit der Terrakotta-Töpfe in Scherben geht.
Unterschätzen Sie die Kälte im Winter nichtVorweg: Eine hundertprozentige Garantie auf die Frostfestigkeit von Terrakotta-Töpfen gibt es nicht. Ton saugt sich schnell Wasser voll, und auch gebrannte Ton-Töpfe nehmen Wasser auf. Dieser Effekt kommt den Pflanzen-Wurzeln im Sommer zugute, wenn durch den Ton-Topf immer wieder Wasser von innen nach außen verdunstet. Dadurch gelangt auch an die Wurzeln an der Topfwand immer genügend Feuchtigkeit. Dieser Bereich trocknet bei Plastik-Töpfen schnell aus.Terrakotta ist nicht gleich TerrakottaEs gibt sehr viel verschiedene Herkünfte und damit auch sehr große Qualitätsunterschiede. Eine qualitativ hochwertige Terrakotta kommt aus Italien. Diese kann in drei Klassen eingeteilt werden, die sich in ihrer Qualität, in ihrem Preis und auch in ihrer Frosthärte unterscheiden. Über die Frosthärte entscheidet vor allem die Tonart, aber auch die Brenndauer und die Brenntemperatur.Drei verschiedene Terrakotta-ArtenTerrakotta-StandardDie maschinell gefertigten Terrakotta-Töpfe saugen sich schnell mit Wasser voll und sind daher nicht frosthart. Beim Pressen zugesetzte Trennöle schwitzen später als „Kalkblüten“ aus. Herkunft: Italien, aber auch Portugal, Türkei und Fernost. Diese Terrakotta-Art findet Verwendung bei Garten-Pflanzen, welche vor dem ersten Frost ins Winterquartier geräumt werden müssen.Terrakotta-ExklusivHier legen die Töpfermeister bereits selbst Hand an. Sie arbeiten die in Gipsformen eingepressten Töpfe sorgfältig nach und verzieren sie mit klassischen Ornamenten, die häufig traditionellen Formen nachempfunden sind. Terrakotta-Exklusiv gilt als frostbeständig, vorausgesetzt, dass Regen- oder Gießwasser immer gut ablaufen kann.Terrakotta-ImprunetaDie eisen- und kupferhaltige Tonerde aus Impruneta, der berühmten Töpferprovinz südlich von Florenz, braucht eine längere Ausbrennzeit. Durch extrem hohe Temperaturen, die lange einwirken müssen, entstehen nahezu winterharte Gefäße. Diese handgeformten Töpfe sind meist sehr teuer.Terrakotta winterfest machenDamit nicht falsche Handhabe zu großer Enttäuschung führt, sollten auch bei der als „winterhart“ deklarierten Impruneta-Terrakotta bestimmte Regeln für den Winter beachtet werden.
Wenn Sie diese Regeln beachten, bringen Sie Ihre Kübel und Töpfe aus Terrakotta gut durch den Winter. Text: Gartentipps24.de Bild ©: Gabi Schoenemann / Pixelio
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