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Cannabis - in diesen Ländern ist der Anbau erlaubt


Anbau erlaubtGarten / Pflanzen:  Hanf ist eine jahrhundertealte Nutzpflanze. Viele kennen ihn bis heute aber nur als Rauschmittel. Dabei betrifft die berauschende Wirkung nur die getrockneten Blütentrauben und Blätter der weiblichen Pflanzen. Sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen Ländern gilt das so hergestellte Haschisch als Droge und wird daher verboten. Trotzdem bleibt Cannabis nun schon seit Jahren nach Angaben des Weltdrogenberichts die am meisten konsumierte illegale Droge. Um den Konsum einzudämmen, haben die meisten Länder den Anbau von Hanf verboten.
 

Deutschland verbietet jede Form des Hanfanbaus

In Deutschland ist der Anbau von Hanf Privatpersonen grundsätzlich untersagt. Hier spielt es keine Rolle, um welche Hanfart es sich handelt. Auch Nutzhanf darf demnach nicht angebaut werden und das obwohl die Pflanzen nur einen geringen THC-Wert aufweisen. Jeder Anbau ist damit illegal und wird auch mit entsprechenden rechtlichen Konsequenzen geahndet.

Für landwirtschaftliche Unternehmen gelten andere Regeln. 1996 wurde für Landwirtschaftsbetriebe, die eine bestimmte Größe haben, der Anbau von Hanf erlaubt. Sie müssen aber auch genau definieren, für welchen Wirtschaftszweig sie den angebauten Nutzhanf brauchen. Grundsätzlich dürfen nur Hanfpflanzen von der Landwirtschaft angebaut werden, die von der EU lizenziert sind. Einschränkungen gibt es für das Saatgut, das nämlich nicht noch einmal von den Bauern ausgebracht werden darf. Weitere Sonderregelungen liegen für Hanfpflanzen vor, die für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden.

Nicht nur in Deutschland ist der Hanfanbau verboten. Dies gilt prinzipiell auch für Marokko. Noch vor wenigen Jahren war Marokko der größte Hanfexporteur der Welt und stellte etwa 65 Prozent des weltweiten Hanfes. Viele marokkanische Bauern halten sich allerdings nicht an das Anbauverbot. Für sie ist der Hanfanbau ein lohnenswertes Geschäft, das sie häufig vor der Armut bewahrt.

Einige Länder erlauben Hanfanbau

Es gibt aber auch Länder, in denen der Hanfanbau durchaus zumindest eingeschränkt legal ist. In Uruguay dürfen Privatpersonen beispielsweise schon seit 2013 Hanf anbauen. Der Gesetzgeber sieht hier aber eine Begrenzung auf sechs Pflanzen vor. Diese Regelung gibt es mittlerweile auch in Colorado. Der US-Bundesstaat erlaubt damit vor allem den Anbau für den Eigenbedarf.

In Zukunft dürfte der Hanfanbau auch in Südafrika erlaubt sein. Auch hier soll es aber eine Einschränkung bei der Menge geben, sodass der Anbau lediglich für den Eigenbedarf gestattet ist.

Nutzhanf wird für CBD Öl gebraucht

Ein wesentlicher Teil des Nutzhanfes wird mittlerweile für die Herstellung von CBD Öl verwendet. CBD-Öl kann verschiedene körperliche und psychische Beschwerden lindern, hat aber im Gegenteil zu THC keine psychoaktive Wirkung. Das Öl berauscht also nicht, geht allerdings mit einer gesundheitsfördernden Wirkung einher. Als Öl lässt es sich leicht dosieren. Die Hanfpflanze besitzt nachgewiesen insgesamt 113 aktive Cannabinoide. Durch die Cannabinoide wirkt das Hanföl schmerzlindernd und kann obendrein bei Krämpfen und Knochenschmerzen Linderung versprechen. Ist in dem Öl auch CBC enthalten, entfaltet es zudem eine entzündungshemmende Wirkung, die die Zellerneuerung positiv beeinflussen kann.

In Studien wurden außerdem positive Wirkeffekte von CBDA nachgewiesen. Demnach lindert CBDA nicht nur Übelkeit und damit verbundene Beschwerden, sondern kann auch auf diverse Krebsarten positive Effekte haben. In geringen Mengen ist in dem CBD Öl auch CBN enthalten. Da die Menge stark begrenzt ist, hat es eine angsthemmende Wirkung und lindert den Augeninnendruck.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR

Foto: Pixabay / CCO Public Domain


 
 

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