Zimmerpflanzen

Für jede Zimmerpflanze den richtigen Dünger

tmb_zimmerpflanzen_den_richtigen_duengerPflanzen / Zimmerpflanzen: Immer mehr exotische Zimmerpflanzen schmücken unsere Wohnung. Sie brauchen spezielle Dünger für Wachstum und Gesundheit, welche teilweise für Verwirrung beim Kauf sorgen.

Universaldünger hilft nicht jeder Zimmerpflanze

Mehr noch als die Pflanzen im Garten sind unsere Zimmerpflanzen und Topfpflanzen auf regelmäßige Düngergaben angewiesen. Das Erdvolumen in den Gefäßen ist begrenzt, und die Nährstoffe sind schnell verbraucht. Dazu kommt, dass die Heimat vieler Zimmerpflanzen in fremden Klimazonen liegt und bei den Wachstumsfaktoren wie Licht, Wärme, Feuchtigkeit und Nährstoffe nachgeholfen werden muss. Der Faktor, der im Minimum vorhanden ist, bestimmt bekanntermaßen das Wachstum. Neben typischen Grünpflanzen wie Farn oder Birkenfeige stehen immer mehr exotische Blütenpflanzen in den Wohnräumen. Orchideen, Usambaraveilchen oder Kakteen verlangen nach jeweils anderen Nährstoffschwerpunkten. Ein sogenannter Universaldünger, wie er früher in mehr oder weniger starker Konzentration für alle Zimmerpflanzen genommen würde, ist nicht zu empfehlen. Die heute in Blumengeschäften und Gartencentern erhältlichen Spezialdünger sind gezielt auf die Nährstoffansprüche einzelner Zimmerpflanzen abgestimmt. Es kommt immer auf die Mischung der Hauptbestandteile Stickstoff, Phosphor und Kalium an, daneben spielen aber auch Elemente wie Kalzium, Magnesium und Schwefel eine Rolle, ebenso Spurennährelemente wie Eisen, Kupfer, Bor, Mangan, Zink, Molybdän und Chlor, die trotz winziger Mengen für die Pflanzenernährung unverzichtbar sind. Gerade die letztgenannten Einzel-, Spuren- und Eisennährstoffdünger (gegen die Bleichsucht) lassen sich gezielt einsetzen und helfen sofort. Eisen ist z.B. verantwortlich für die Chlorophyllbildung und somit für das Wachstum überhaupt.

Für Zimmerpflanzen sind mineralische Flüssigdünger verbreitet. Die Nährstoffe sind gelöst und müssen nicht erst durch Mikroorganismen aufbereitet werden, wie dies bei den organischen Düngern der Fall ist. Es gibt aber auch Mischformen in Form von Stäbchen, Salzen und Granulaten. Zum Düngen gibt es zwar allgemeine Grundsätze wie hoher Nährstoffbedarf im Wachstum und weniger in Ruhezeiten, ein Zuviel ist jedoch schädlich. Die Gebrauchsanweisung informiert über Zeitpunkt, Menge und gezielten Einsatz.

Was bewirken die einzelnen Nährstoffe?

Stickstoff (N)
- fördert das Wachstum von Blättern und Trieben. Als wichtiger Eiweißbaustein ist Stickstoff am Aufbau des Gewebes beteiligt. Für die Wurzeln der Zimmerpflanzen aufnehmbar ist Stickstoff als Ammonium- oder Nitratsalz.
Phosphor (P)
- ist wichtig für eine kräftige Bildung von Blüten und Früchten, außerdem fördert er die Wurzelfunktion und sorgt für das Ausreifen der Triebe. Phosphor wird in Form von Phosphorsalzen über die Wurzeln aufgenommen.
Kalium (K)
- regelt die Wasseraufnahme über die Wurzeln und festigt das Pflanzengewebe der Zimmerpflanzen. Dieser Nährstoff ist in Form von Kaliumoxid im Düngemittel enthalten.

Neben diesen Hauptnährstoffen gibt es noch Spurenelemente, von denen die Zimmerpflanzen nur ganz geringe Mengen benötigen.
Magnesium (Mg)
- ist eines der wichtigsten Spurenelemente. Als Bestandteil des Blattgrüns (Chlorophyll) hat es eine wichtige Funktion für das Gesamtwachstum der Zimmerpflanzen.
Eisen (Fe)
- ist in vielen wichtigen Enzymen enthalten, die für den pflanzlichen Stoffwechsel verantwortlich sind.
Kalzium (Ca)
- sorgt für die Festigkeit des Pflanzengewebes. Oft enthält das Gießwasser schon genug davon, um den Bedarf der Zimmerpflanzen zu decken.

Was besagt die N-P-K-Formel?

Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sind die Hauptbestandteile. Auf den Packungen sind Zahlen angegeben, die das Mischungsverhältnis in Volumenprozent angeben. 7-6-5 beispielsweise heißt sieben Teile Stickstoff, sechs Teile Phosphor und fünf Teile Kalium.

Text: gartentipps24.de
Bild: Corinna Dumat / pixelio.de

 
 

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