Gartenpflege

Was krabbelt denn da? Schädling oder Nützling?


nur nervigGartengestaltung / Gartenpflege:  Insekten in Haus und Garten sind für viele oftmals ein Graus. Das liegt unter anderem daran, dass oft nicht ganz klar ist, ob es sich um vermeintliche Schädlinge oder eher doch um Nützlinge handelt. Denn Letztere können einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es um die natürliche Bekämpfung von Insekten geht, die liebevoll herangezogene Pflanzen bedrohen. Im Besonderen, wenn diese in größerer Zahl auftreten, wie es zum Beispiel Blattläuse tun.
 

Gegen diese helfen schon einfachste Hausmittel. Dabei sind viele der Insekten, die wir für Schädlinge halten, gar keine. Bevor also eine Bekämpfung erdacht wird, sollten Sie sich klar darüber werden, mit was genau Sie es zu tun haben. Am einfachsten ist es, man schaut sich einmal im Lexikon für Schädlinge bei https://schaedlinge-online.de/ um. Dort gibt es Informationen zu einer Vielzahl von Schädlingen inklusive Bildern.

Diverse Pflanzenschutzexpertinnen und -experten, die es in vielen Bundesländern gibt, können hierbei eine große Hilfe sein. Oftmals genügt es, ein Foto von dem Krabbeltier zu machen und per E-Mail an den örtlichen Kleingartenverein zu senden. Entweder können diese Ihnen gleich Informationen und Hinweis, oder aber Tipps geben, an wen Sie sich wenden können. Denn gerade, wenn es um unbekannte Ursachen für Pflanzenschäden geht, ist es wichtig, sich auszutauschen. Mitunter gibt es Vor-Ort-Beratungen, die Ihnen weiterhelfen. Weitere Anlaufstellen sind die Gartenakademie sowie die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer. Alte Bekannte sind hingegen die im Folgenden aufgeführten Tierarten:

Kellerassel

Dieses Insekt ist in jedem Garten zu finden. Sie tragen dazu bei, das organische Materialien sowie Pflanzenteile zu Humus verarbeitet werden. Lebende Pflanzen und Früchte in der Natur meiden sie üblicherweise. Anders verhält es sich im Keller. Hier können die kleinen Krebstiere durchaus als Vorratsschädlinge in Erscheinung treten. Aber auch in diesem Fall sollten natürliche Möglichkeiten zur Bekämpfung in Erwägung gezogen werden.

Feuerwanze

Klar an dem feuerroten Rückenschild zu erkennen, sind die Gartenbewohner jedoch alles andere als gefährliche Insekten. Auch, wenn diese meist in großen Gruppen zu finden sind. Überwiegend bevorzugen die Gartenbewohner Malvengewächse aber auch Linden und Robinien. Sollten diese doch einmal stören, kann der Überwinterungsballen, in dem sich die Feuerwanzen zusammenklammern, einfach umgesiedelt werden. Besonders beliebt sind die Pyrrhocoris apterus bei Kindern. Denn sie lassen sich sehr gut beobachten.

Rosenkäfer

Den Rosenkäfer finden Sie üblicherweise auf Rosensträuchern. Sein goldglänzendes Äußeres hebt sich gut von den noch hellen Blüten ab. Nennenswerten Schaden richtet der Käfer jedoch nicht an. Hauptsächlich ernährt er sich von Blütenpollen sowie Nektar. Auch wenn er ab und an reifes Obst oder Blütenblätter frisst, entstehen durch ihn keine Probleme. Sein Nachwuchs verschämt Wurzen und Laub ebenfalls. Zudem sind die Rosenkäfer eine geschützte Art. Am wohlsten fühlen sich die Larven im Übrigen auf dem Komposthaufen. Hier sind sie gut geschützt und können dem nachgehen, was sie am besten Können – Holz verdauen.

Ohrwurm

Ein weiteres Insekt, das im Garten hilft und kein Schädling ist. Der Ohrwurm ist im Garten eine willkommene Unterstützung im Kampf gegen diverse Blattläuse. Für den Menschen sind sie hingegen nicht gefährlich. Weder können sie Sie mit ihren Hinterleibzangen verletzen, noch krabbeln die Tiere unauffällig in Ihr Ohr. Ein Mythos, der selbst heute noch besteht. Der Name kommt vielmehr von dem Umstand, dass der Ohrwurm früher pulverisiert wurde, um bei Ohrenkrankheiten zur Behandlung eingesetzt werden zu können. Zur Unterstützung kann dem Insekt ein Tonblumentopf, gefüllt mit Holzwolle, in einen Baum gehängt werden.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR

Foto: Pixabay / CCO Public Domain


 
 

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