Checkliste für die Terrasse - Terrassenplanung leicht gemacht

tmb_gartenplanung_checkliste_fuer_die_terrasseGartenplanung: Die Terrasse ist ein überaus wichtiger Bestandteil der Gartengestaltung. Das sommerliche „Wohnzimmer“ ist schließlich das Herzstück der grünen Oase. Aus diesem Grund sollte deren Bau gut durchdacht sein. Die richtige Planung ist der erste Schritt zur Traumterrasse.
 

Die wichtigsten Aspekte bei der Terrassenplanung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Bedürfnisse der Nutzer (Größe, Nutzung)
  • Die Lage der Terrasse (Ausrichtung, Sonnenschutz)
  • Die Wahl der passenden Unterkonstruktion (Fundament)
  • Die richtigen Materialien (Bodenbelag)
  • Die Stilfrage (Gartenmöbel)
Dem Bau einer Terrasse gehen einige Überlegungen voraus. Die Wünsche und Bedürfnisse der künftigen Nutzer sind wesentliche Punkte für den Aufbau und die Gestaltung jedes baulichen Vorhabens. Dies gilt auch für die Terrassenplanung.

Die Frage nach der beabsichtigten Nutzung ist maßgeblich für die Größe der Terrasse. Die Erweiterung der Sitzgelegenheiten sollte zumindest problemlos möglich sein, um Platz für Gäste schaffen zu können. Es wäre deshalb ratsam, zwischen den Stühlen und der Terrassenkante einen Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Generell wird, bei einer Neuanlage, zu einer Mindestgröße von drei Mal drei Metern geraten, um genügend Platz zur Verfügung zu stellen.

Süd- oder Nord-Ausrichtung? Sonne oder Schatten?

Damit die Terrasse ihren Zweck erfüllen kann, spielt die Wahl der Lage eine ebenso wichtige Rolle. Die Sonneneinstrahlung variiert bekanntlich stark in den vier Himmelsrichtungen. Wird sie, beispielsweise, nach Süden ausgerichtet, sollte die Anschaffung eines Sonnensegels unbedingt überlegt werden. Diese reißfesten Tücher schützen nicht nur vor der Sonne, sie halten zudem allen Witterungen stand und sollten erst im Spätherbst abgenommen werden. Jene Art des Sonnenschutzes war bereits zur Römerzeit eine beliebte Maßnahme gegen die blendenden Strahlen im Kolosseum. Natürlicher Schatten auf der Terrasse kann hingegen bei einer nördlichen Ausrichtung erwartet werden. Diese Ausrichtung ist keinesfalls zu verachten. Trotz kühlendem Schatten, zur Mittagszeit, ist mit ausreichender Belichtung zu rechnen.

Von der Planung zum Bau – Vom Fundament zur Gestaltung

Die wichtigste Grundlage des Terrassenbaus ist das richtige Fundament. Dessen Errichtung sollte unbedingt gewissenhaft erledigt werden. Eine billige und ungenau gebaute Unterkonstruktion hat keine lange Lebenszeit und kann das Ergebnis stark beeinträchtigen. Wer sich für ein qualitativ hochwertiges Fundament entscheidet, kann vor bösen Überraschungen bewahrt werden. Eine Betonplatte sowie das sogenannte Streifenfundament eignen sich besonders gut als tragfähige Unterkonstruktion. Soll die Terrasse keine größeren Lasten oder Wände tragen, reicht ein einfaches Plattenfundament. In diesem Fall wäre auch eine simple Beschüttung mit Steinen möglich. Fällt die Entscheidung jedoch auf die Verfliesung der Terrasse, ist eine Betonierung erforderlich. Die verschiedenen Fundamentierungen lassen die Vielfalt der Terrassentypen beziehungsweise Materialien und Böden erahnen.

Natürliche Böden aus Holz oder Stein? – Die Wahl des Bodenbelags

Besonders beliebt sind natürliche Böden aus Holz oder Stein. Diese sind hervorragend für offene Terrassen geeignet, da sie sich am besten in die Landschaft eingliedern. Stein als Material für den Terrassenboden besticht durch seine Langlebigkeit sowie die besonders einfache Wartung. Die Reinigung kann ganz einfach mithilfe eines Hochdruckreinigers erfolgen. Ein Steinboden ist jedoch in der Anschaffung etwas teurer und heizt, bei starker Sonneneinstrahlung schneller auf. Echtholz ist in seiner Anschaffung ebenso kostspielig wie der Stein und verfügt, bei guter Wartung, über die gleiche Lebensdauer. Hierbei spielt die Wahl zwischen Weich- und Hartholz keine Rolle. Ein Nachteil dieses Materials ist die relativ schnelle Vergrauung.

Diesem Problem kann mit der Wahl eines Mischprodukts entgegengewirkt werden. Das sogenannte WPC – Wood Polymer Composite ist eine Mischung aus Holz und Kunststoff. Hierbei handelt es sich um einen pflegeleichten und beständigen Bodenbelag, der seine Ausgangsfarbe im Großen und Ganzen behält und dabei trotzdem natürlich wirkt. Das authentisch wirkende, natürliche Erscheinungsbild der Terrasse sowie des Mobiliars ist wichtig für den Wohlfühlfaktor.

Die Stilfrage – Welches Mobiliar passt auf die Terrasse?

Die Wahl der passenden Gartenmöbel ist essenziell für die Gestaltung der Terrasse. Wichtig ist hierbei, dass auf die Verarbeitung und Qualität des Materials wert gelegt wird. Die populärsten Gartenmöbel bestehen aus Kunststoff. Dieser ist pflegeleicht und kostengünstig, jedoch nicht besonders langlebig. Längere Lebenszeit verspricht das etwas teurere Polyrattan. Dessen Kunststofffasern erhöhen den Komfort ungemein. Hochwertigere und auch kostspieligere Materialien wären zum einen: Holz, welches mit seiner robusten Bauweise sowie der formschönen Optik punktet. Beliebte Hölzer sind beispielsweise: Eukalyptusholz, Teak und Eiche. Zum anderen: Aluminium und Edelstahl, welche durch ihre Stabilität und geringe Pflegebedürftigkeit bestechen. Der einzige Unterschied zwischen Aluminium und Edelstahl ist lediglich das Gewicht. Ein Nachteil ist die schnelle Erhitzung des Materials. Die Entscheidung für das passende Mobiliar sollte sich an den Stil der umliegenden Landschaft anpassen.

Sorgfältigkeit und Planung zahlt sich aus

Beim Anlegen einer Terrasse sind, neben zahlreichen optischen Aspekten, sowohl Recherchen als auch sorgfältige Planungen von besonderer Wichtigkeit. Eine ordentliche Ausführung verspricht letztendlich eine lange Lebenszeit der Materialien und der Statik. Werden diese Aspekte beherzt, steht einem erfolgreichen Terrassenbau nichts mehr im Wege.

Quelle: Tipps24-Netzwerk
Bild: Dagny Waesch / pixelio.de
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