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Für jeden Garten den passenden Baum
tmb_garten_baeume_baeume_pflanzen_fuer_jeden_garten_den_passenden_baumGarten Bäume / Bäume pflanzen: Der Kauf eines Baumes für den Garten ist meistens eine Anschaffung fürs Leben und will gut überlegt sein. Selbst für den kleinen Garten gibt es ein großes, attraktives Sortiment, denn Vorsicht: Bäume wollen höher hinaus als alle anderen Gartenpflanzen. In schmalen Reihenhausgärten ist die Auswahl eines geeigneten Hausbaums deshalb schon aus juristischer Sicht eingeschränkt: Mit Eichen, Buchen oder anderen Baumriesen sind die vorgeschriebenen Abstände zur Grundstücksgrenze nicht einzuhalten. Aber keine Sorge: Es gibt unter den kompakten Bäumen viele attraktive Arten, die für den kleinen Garten wie geschaffen sind.


Wie hoch darf der Baum werden?

Eine der wichtigsten Fragen, die im Vorfeld zu klären ist, betrifft die Größe des Baumes: Wie hoch darf er werden, um im Garten nicht zu dominant zu sein, aber dennoch gut zur Geltung zu kommen? Gestalterische Faustregel: Der ausgewachsene Baum sollte eine Höhe, die etwa zwei Dritteln der Grundstücksbreite entspricht, nicht überschreiten. Bei einer Grundstücksbreite von zehn Metern sollte der Baum also höchstens 6,5 Meter hoch werden.

Wie breit darf der Baum werden?

Ein weiterer Aspekt ist die Breite der Krone. Schmalwüchsige Arten wie die Säulen – Hainbuche (Carpinus betulus `Fastigiata`), Säulen – Blütenkirsche (Prunus serrulata `Amanogawa`, 2m oben), Raketen – Wacholder (Juniperus scopulorum `Skyrocket`, 1m oder `Blue Arrow`, 50cm) oder die Serbische Fichte werden trotz ihrer beachtlichen Größe selten als störend empfunden. Sie werfen nur wenig Schatten und beanspruchen ebenso wenig Fläche. Ein Feuer – Ahorn oder eine Tulpen – Magnolie hingegen werden nur sechs Meter hoch, erreichen aber in der Breite das Eineinhalbfache ihrer Höhe. Damit wirken sie schnell überdimensioniert.

Die optische Wirkung eines Baumes ist auch von der Dicke der Zweige und der Größe seiner Blätter abhängig: Fächer – Ahorn oder Felsenbirne wirken sehr filigran. Trompetenbaum und Kugel – Ahorn sind wesentlich stämmiger und im Garten entsprechen dominanter.

Die Gestalt der Krone ist – unabhängig vom Platzbedarf – für die gesamte Gartengestaltung von Bedeutung. Säulenbäume oder rundliche Kronenformen wie beim Kugel – Ahorn passen gut in formal gestaltete Gärten. Breite, überhängende oder schirmartige Wuchsformen wie bei Goldregen oder Judasbaum hingegen unterstreichen naturhafte Gartengestaltungen. Daneben gibt es auch Kronenformen, die ihr ganz eigenes Flair haben. Die Scheinbuche (Nothofargus) aus Südamerika beispielsweise wird etwa sechs Meter hoch und hat eine völlig unregelmäßige, bizarr wirkende Gestalt. Die Hemlocktanne besticht durch einen für Nadelbäume ungewöhnlich lockeren, grazilen Kronenaufbau.

Wichtig - Der Standort des Baumes

Der Standort eines Baumes will besonders in kleinen Gärten gut überlegt sein – schließlich wird das Gartenbild von keiner anderen Pflanze so stark geprägt. Eine wichtige Voraussetzung für einen schönen Hausbaum ist ein freier Stand. Ihre typische Gestalt bilden Bäume nur dann aus, wenn sie nicht von anderen Gehölzen der gleichen Größenkategorie bedrängt werden. Besonders bei den meist lichtbedürftigen Nadelbäumen geht viel vom natürlichen Charme verloren, wenn man sie mit anderen Gehölzen zusammen in eine Pflanzgruppe zwängt. Weitere Aspekte sind vor allem aus gestalterischer Sicht wichtig: Man sollte einen Baum nie in die Mitte des Gartens setzen. Auch wenn er so besonders gut zur Geltung kommt – das Erscheinungsbild des Gesamtgartens wirkt mit dem zentralen Blickfang oft eher langweilig. Besser ist es, mit dem Standort markante Linien zu betonen, wie die Fortsetzung ( „Flucht“) einer Hausmauer oder einer Pergola.

Passt der Garten-Boden zum Baum?

Wenn Sie nach dem geeigneten Baum für Ihren Garten suchen, dann sollten Sie Ihre Bodenverhältnisse berücksichtigen. Mit schweren, kalkhaltigen Lehmböden kommen besonders Zier – Äpfel, Zier – Kirschen, Goldregen, Flieder, Rot- und Apfeldorn gut zurecht. Auf humosen, sauren Böden fühlen sich die kleinen Ahorn – Arten, Blumen – Hartriegel und Kiefern wohl.

Welche Erwartungen haben Sie an den Baum?
Soll Ihr Baum im Frühjahr mit einem Blütenfeuerwerk aufwarten? Oder ist es Ihnen lieber, wenn er mit seinen dezenten Grüntönen den Hintergrund für andere Blütenpflanzen bildet? In die erste Kategorie gehören Arten wie die Magnolie, verschiedene Hartriegel und alle mit den Obstbäumen verwandten Arten. Letztere haben auch mit ihrem Fruchtschmuck einen Auftritt im Garten verdient. Bei den Zier – Äpfeln bleiben die Früchte manchmal sogar den Winter über am Baum. Zu den Bäumen mit attraktivem Laub zählen in erster Linie die vielen verschiedenen Ahorn – Arten. Sie haben gleichzeitig eine sehr schöne Herbstfärbung. Auch die immergrünen Stechpalmen tragen sehr dekorative, oft mehrfarbige Blätter.

Es lohnt sich, vor der Anschaffung eines Baumes für Ihren Garten eine Checkliste zu erarbeiten und die wichtigsten Auswahlkriterien aufzuschreiben. Auf diese Weise finden Sie auch für ihren kleinen Garten einen Baum, der ungestört in den Himmel wachsen kann.

Kompakte Bäume für milde Klimazonen

In den Weinbauregionen und entlang des Rheins ist es auch im Winter recht mild. Hier können frostempfindliche Sträucher wie die Säckelblume stattliche baumähnliche Ausmaße erreichen. Auch der Judasbaum – in kalten Regionen meist ein chronisch kränkelnder Problemfall – zeigt im Weinbauklima seine volle Schönheit. Er erreicht hier Wuchshöhen um sechs Meter und schmückt sich bereits vor dem Austrieb mit purpurroten, schmetterlingsähnlichen Blüten. Auch die immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) leidet in Nord- und Ostdeutschland regelmäßig unter Erfrierungen, wächst aber am Oberrhein problemlos. Wenn Sie einen solchen Exoten in Ihren Garten holen, dann wählen Sie am besten einen geschützten Standort vor einer Südwand aus. Dort finden die fröstelnden Gesellen die besten Lebensbedingungen vor.

Geometrische Kronenformen und Garten – Bonsais

Bäume mit geometrischen Kronen fügen sich gut in den formal gestalteten Garten ein. Die Palette reicht von der kugelig geschnittenen Stechpalme bis zur kastenartig geformten Linde. Auch sonnenschirmartig geformte Hänge – Ulmen (Ulmus glabra `Pendula`) sind ein Blickfang. Wählen Sie möglichst schwach wachsende Arten, damit der Schnittaufwand nicht zu hoch wird. Aus verschiedenen Kiefern-Arten, Wacholder, Eibe, Buchsbaum oder Japanischer Hülse (Ilex crenata) entstehen in der Baumschule durch regelmäßigen Schnitt bizarr geformte Bäumchen. Diese Garten – Bonsai erfreuen sich großer Beliebtheit und passen gut zum fernöstlichen Gartenstil. Man muss die Bäume allerdings auch nach dem Kauf regelmäßig schneiden, damit sie in Form bleiben. Das ist besonders bei Kiefern wichtig: Vernachlässigte Pflanzen/Bäume können Sie nur bedingt korrigieren, weil sie aus dem alten Holz nicht wieder austreiben. Lesen Sie zum Thema: Der richtige Schnitt für Bäume und Sträucher

Bäume mit Kugelkronen für den kleinen Garten

Der Kugel – Ahorn zählt zu den beliebtesten Bäumen für den kleinen Garten. Der Vergleich mit einem Spitz – Ahorn, dem „wilden“ Verwandten des Kugel – Ahorn, verdeutlicht den Unterschied nach 30 Jahren: Wenn der Spitz – Ahorn eine Höhe von 13m und eine Breite von 10m erreicht hat, ist der Kugel – Ahorn gerade einmal 5m hoch und breit. Dies entspricht in etwa seiner Endgröße. Da diese schwach wachsende Sorte keinen langen geraden Stamm bildet, wird sie in der Regel auf Hochstämmchen der Wildart veredelt im Fachhandel angeboten. Kugelformen gibt es auch von Trompetenbaum (Catalpa), Robinie, Steppen – Kirsche oder Mehlbeere.

Der Rotdorn ist ein Klassiker unter den Hausbäumen. Er bleibt mit 6m Höhe und Breite noch recht kompakt. Viele Gartenbesitzer stutzen im Frühjahr die Krone ihres Rotdorns. Damit schneiden sie aber auch einen großen Teil der Blüten ab.

Die Weidenblättrige Birne (Pyrus saliciflolia) wird 4m hoch und breit. Der Baum mag volle Sonne in Ihrem Garten, übersteht Trockenheit und trägt im April weiße Blüten.

Zier – Ahorn wachsen meist mehrstämmig. Man kann Sorten wie `Dissectum` aber auch als Stämmchen ziehen. Schneiden Sie dazu bereits bei der jungen Pflanze alle Seitentriebe ab.

Die Blaue Mädchen – Kiefer (Pinus parviflora `Glauca`) ist eine der schönsten Kiefern mit kompakten Ausmaßen. Sie wird nur 8m hoch und 5m breit.

Lesen Sie bei Gartentipps24.de auch zum Thema: Ein Garten ohne Bäume?

Text: Gartentipps24.de
Bild: Jens Goetzke / pixelio